Meine multimedialen Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von digitaler Ästhetik, gesellschaftskritischer Reflexion und zeitgenössischer Kommunikation. Durch generative Systeme, visuelle Rhythmen und interaktive Strukturen thematisiere ich Kontrolle, Fragmentierung und Vernetzung in digitalen Räumen – stets mit dem Ziel, Denkprozesse und neue Perspektiven anzustoßen. Dabei interessieren mich besonders die Spannungsfelder der digitalen Gegenwart, wie Social Media und Überwachung.
Up In The Clouds
Echtzeit Audio-Video Installation | Überwachungs-Synthesizer
Echtzeit Yolo-Detection für 4 Personen welche 4 Instrumente bzw. Synthesizer darstellen. Durch Position und Größe der Erkennung können Töne, Lautstärke und Frequenz der Geräusche gesteuert werden.
Die Echtzeit-Überwachung steigt auch in Europa rasend an. Palantir wird bereits in einigen Bundesländern als Software von der Polizei eingesetzt und das nicht nur zur Terror-Bekämpfung. Palantir ist eine US-Software welche Daten aus allen möglichen Bereichen zusammenführt und mittels KI Profile der Personen erstellt. Umstritten ist natürlich, dass Gründer von Palantir offen nationalistisch auftreten und die USA die Daten europäischer Menschen von Palantir einklagen kann abgesehen davon, dass wir damit auf eine Zukunft zusteuern in der Freiheit mit der Überwachung gleichgesetzt wird.
Meine fotografische Praxis beschäftigt sich mit dem Übergang zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Motive wie Konzerte, Naturräume oder urbane Strukturen dienen als Ausgangspunkt für Bildräume, in denen Wahrnehmung und Wirklichkeit verschwimmen. Im Fokus steht weniger das Motiv als die erzeugte Stimmung – reduziert, diffus und offen für Interpretation.
Residual Forms
In Residual Forms werden Objekte und Strukturen aus ihrem funktionalen Kontext gelöst und als formale Setzungen neu gerahmt. Lichtakzente verstärken diesen Effekt, überzeichnen Konturen und verschieben Maßverhältnisse. Formen und Farbe fungieren nicht als ästhetische Geste, sondern als Störung, als mediale Verschiebung von Wahrnehmung. Reflexion, Überzeichnung und das Künstliche erzeugen eine visuelle Distanz, die das Gesehene neu verhandelt oder einen Geist einhaucht, der vorher unsichtbar war.